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Über Distanz

[In unregelmässigen Abständen wird in der Rubrik „Über …“ der Versuch unternommen, Zitate aus der Literatur in Beziehung zu setzen mit dem, was im Heute & Hier geschieht. Bestenfalls zeigt die Rubrik, dass diese Texte nicht nur musealisiert werden sollen oder zur Postkartenerheiterung herhalten können, sondern tatsächlich dazu beitragen, dass wir ein besseres / anderes… Weiterlesen Über Distanz

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Was leisten Schriftstellervereinigungen? Ein großherzogliches Beispiel anhand des „LSV“

Nach mehr als dreißig Jahren ist der „Lëtzebuerger Schrëftstellerverband“, kurz LSV, Geschichte. Sein Ende nahm sich auf eine Art aus, wie eigentlich Geschichten von Glück und Förderung beginnen: mit der Überreichung eines überdimensionierten Schecks. Als finale Handlung im Dienste der Literatur überreichten einige LSVler im Dezember 2016 der „Fondation Servais“, einer privaten Literaturstiftung, das Restvermögen… Weiterlesen Was leisten Schriftstellervereinigungen? Ein großherzogliches Beispiel anhand des „LSV“

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Das Gegenteil von intakt. Über Margret Steckels Erzählband „Ins Licht sehen“

Das kürzlich vorgestellte Rifkin-Dossier weissagt Luxemburg eine großartige Zukunft: Die Menschen sind hypermobil, die Umwelt ist geleckt und sauber, jedes Dach glänzt solaranlagenfarben. Alles ist grün und gut. Das Dossier ist ein Beispiel für das erste Narrativ unserer Zeit, ein prächtiger Entwurf von Mensch und Welt, der willig von Politikern jeder Couleur aufgegriffen wird. Aber… Weiterlesen Das Gegenteil von intakt. Über Margret Steckels Erzählband „Ins Licht sehen“

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Wie wir lernen der Fiktion zu misstrauen. Über die New-Ego-Literatur

Es beginnt mit einer Enttäuschung: „Doch es gab mir nichts mehr.“ Peter Praschl mag keine Fiktionen  mehr lesen. Er leide an einem „Fiktionalitäts-Ennui“, schrieb er vor wenigen Tagen in der WELT. (Die neue Langeweile gegenüber Romanen teilt er übrigens mit Philip Roth.) Kafka, Flaubert, Joyce et al. fände er nicht mehr lesenswert, stattdessen habe er… Weiterlesen Wie wir lernen der Fiktion zu misstrauen. Über die New-Ego-Literatur

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La résistance sentimentale. Über Nora Wageners Kurzgeschichtenband „Larven“

Nora Wageners Texte schrumpfen vor sich hin. 2011 hat die Autorin aus Luxemburg mit dem Roman „Menschenliebe und Vogel, schrei“ ihr literarisches Debüt vorgelegt; es folgten 2015 das Theaterstück „Visions“ sowie der Erzählband „E. Galaxien“, der drei Erzählungen versammelte. Und vor wenigen Wochen erschienen von Wagener Gedichte auf Luxemburgisch in den neuaufgelegten „Les Cahiers luxembourgeois“.… Weiterlesen La résistance sentimentale. Über Nora Wageners Kurzgeschichtenband „Larven“

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Lyrischer Unsicherheitsdienst. Über Adrian Kasnitz‘ Gedichtband „Glückliche Niederlagen“

In „Glückliche Niederlagen“ sind stets Mängel am Werk. Immer wieder übermannt den Sprecher in den Gedichten die Gewissheit, Dingen nicht auf den Grund gehen zu können, weil die Wörter ihm letztgültig nicht ausreichen. In „Havel“ heißt es: „Auf dem Wasser bewegen sich / Schatten von Vögeln, die du orten // aber nicht bestimmen kannst.“ Und… Weiterlesen Lyrischer Unsicherheitsdienst. Über Adrian Kasnitz‘ Gedichtband „Glückliche Niederlagen“

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Wie kommt das Falsche in die Welt? Über Tomer Gardis Roman „broken german“

Es ist so einfach wie selbstgefällig, Klugscheißer zu sein: Nein, das heißt nicht so. Nein, das spricht man anders aus. Nein, nach „wegen“ kommt Genitiv und nicht Dativ. (Was so auch nicht stimmt.) Was der Spezies Klugscheißer bei ihren Ereiferungen selten aufgeht: dass sie durch ihre Vorgabe, wer was wie zu sagen hat, Macht ausübt.… Weiterlesen Wie kommt das Falsche in die Welt? Über Tomer Gardis Roman „broken german“